Geschichtswerkstatt Französische Kapelle e.V.
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Gedenkstätte und Museum
für Zeitgeschichte in Soest
Der Block 3 in der ehemaligen Kaserne BEM Adam in Soest ist heute Bildungs- und Gedenk-
stätte. Zentraler Punkt in der Erinnerungsarbeit ist die Kriegsgefangenschaft von französischen und sowjetischen Offizieren und Soldaten in der Zeit des Zweiten Weltkrieges im damaligen Offiziersgefangenenlager, dem Oflag VIA in Soest.
Im Mittelpunkt der Gedenkstätte steht heute die sogenannte Französische Kapelle, die den Soldaten bis zum Kriegsende in Soest am 6. April 1945 als sakraler Andachtsraum diente. Die Künstler René Coulon und Guillaume Gillet schufen die eindrucksvollen Ausmalungen gleich nach ihrer Internierung von Juli bis Weihnachten 1940. Rund um dieses Zeitzeugnis ist der Raum der ehemaligen "Universität" der Bildungsarbeit in der Gedenkstätte vorbehalten. In diesem Raum haben kriegsgefangene Professoren in der Zeit der Internierung Vorlesungen gehalten.
Im Ausstellungsbereich wird nicht nur an die Geschichte des Olag VI A erinnert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Soest am 6.April 1945 bekamen in der Kaserne Displaced Persons und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eine erste Notunterkunft.
Aus den früheren deutschen Ostgebieten kommend waren anschließend Vertriebene in Soest vorübergehend in der Kaserne auf eine erste Bleibe angewiesen. Von 1951 bis 1994 hat die Belgische Armee die Kaserne übernommen. Der erste Kommandeur hat diesen Ort in Erinnerung an Armand Adam umbenannt, einem belgischen Offizier, der 1943 von der Gestapo in Lüttich hingerichtet wurde.
Ein wechselvoller und geschichtsträchtiger Ort, über den Sie auf diesen Seiten und bei einem Besuch in der Gedenkstätte mehr erfahren können.
Die Französische Kapelle ist ein katholischer Sakralraum, der von französischen Kriegsgefangenen um 1940 gestaltet wurde und in den Kasernengebäuden besondere Bedeutung hatte.
Besuchen Sie die Ausstellung, die die Geschichte der Kaserne und Ihrer Bewohner:innen erzählt.
Das Museum lebt vom Austausch und der Kommunikation über Vergangenes und Aktuelles. Hier finden Sie Informationsmaterial und die Möglichkeit sich in unserem Begegnungsraum auszutauschen. Kommen Sie alleine oder planen Sie Ihren Besuch mit einer Gruppe.
Auf dem ehemaligen Kasernengelände erinnern viele Orte an Vergangenes und den Alltag der Kriegsgefangenen. Erfahren Sie mehr über die Geschichte und Ihre Bewohner.
Was wir machen.
Zusammenarbeit von 29 Erinnerungsorten in NRW